So funktioniert Hypnose
Der Patient wird in Trance versetzt, einen Schwebezustand wie kurz vor dem Einschlafen. Hypnose (aus dem griech. hypnos = Schlaf) ist eigentlich der falsche Begriff, denn der Körper entspannt sich zwar völlig, aber der Geist ist präsent - wenn auch in verändertem Bewusstseinszustand.
Während sich Atemgeschwindigkeit und Herzschläge verlangsamen, der Blutdruck sinkt und der Stoffwechsel runterschaltet, verschwimmt die Wahrnehmungsfähigkeit. Der Patient hat oft den Eindruck, sich von außen zu betrachten.
Ein Gefühl, das jeder im Alltag schon erlebt hat:
beim Tagträumen, bei starker Konzentration auf
ein Buch oder auf der Autobahn: Wer auf freier Strecke
lange fährt, erschrickt plötzlich, weil er
nicht mehr weiß, wie er die letzten Kilometer
geschafft hat.
Der Therapeut kann verschiedene Techniken anwenden. Etwa Konzentration auf einen Punkt oder Gegenstand (Fixation), beruhigende Worte (Verbalsuggestion) oder ständig wiederholte, scheinbar sinnlose Sätze (Konfusion), oft durch leise Musik oder Meeresrauschen unterstützt.
Meist entführt er die Patienten mit Worten an ihr
Lieblings-Urlaubsziel - dann rückt das Schmerzempfinden
in weite Ferne. Aber: Willenlos werden Sie dabei nicht!
Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass ein Mensch in Hypnose niemals etwas tun würde, das er nicht auch im Wachzustand akzeptiert.
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